EGYM Logo

Das EGYM Trainingsprogramm Metabolic Fit fördert die Regulation des Blutzuckers

Stoffwechseltraining: EGYM Trainingsprogramm

Wissenschaftlich fundiertes Training bei Diabetes Typ 2 und zur Begleitung einer GLP-1 Therapie.

Lesezeit

Ungefähr 5 Min.

Share

Du suchst nach einem evidenzbasierten Weg, deinen Blutzuckerspiegel zu regulieren, deine Insulinresistenz zu bekämpfen oder eine medizinische Gewichtsreduktion effektiv zu unterstützen? Entdecke das Trainingsprogramm Metabolic Fit von EGYM. Die optimale Progression über die Trainingseinheiten erleichtert dir den Einstieg und führt dich effektiv an die höheren Belastungen heran.

Körperliche Aktivität ist weit mehr als nur Kalorienverbrauch. In der modernen Diabetologie gilt gezieltes Kraft- und Ausdauertraining als "Medikament", das direkt an der physiologischen Ursache ansetzt und kann beispielsweise der Insulinresistenz aktiv entgegenwirken. Unser maßgeschneidertes Trainingsprogramm, entwickelt auf Basis sportwissenschaftlicher Studien, an EGYM Smart Strength Maschinen führt dich sicher und effektiv zu einem gesünderen Stoffwechsel - egal, ob du gerade erst die Diagnose Diabetes Typ 2 erhalten hast oder eine medikamentöse Therapie optimieren möchtest. Das Programm ist optimal auf deine speziellen Bedürfnisse zugeschnitten.

Diabetes Typ 2: Wenn der Stoffwechsel aus dem Takt gerät

Diabetes mellitus Typ 2 ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch eine Insulinreistenz gekennzeichnet ist und zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führt. Insulin, ein Hormon der Bauchspeicheldrüse, fungiert normalerweise als "Schlüssel", der den Körperzellen in Muskel und Leber erlauben, Glukose (Zucker) aus dem Blut aufzunehmen.

Bei Typ-2-Diabetes reagieren die Zellen nicht mehr adäquat auf dieses Signal. Die Folge: Durch die mangelhafte Insulinwirkung bzw. die Unempfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin bleibt der Blutzuckerspiegel erhöht, wodurch es zu langfristigen Schäden an Blutgefäßen, Nerven und Organen kommen kann. Durch diese Schäden, kann das Risiko schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, Nierenschäden (Nephropathie), Nervenschäden (Neuropathie) und Netzhautschäden (Retinopathie) drastisch erhöht sein.

Laut der Deutschen Diabetes Gesellschaft und dem RKI haben von den inzwischen mehr als neun Millionen Diabetes-Patient:innen in Deutschland ca. 90%-95% Diabetes Typ 2. Anfänglich treten keine oder nur sehr unspezifische Symptome wie Müdigkeit, erhöhte Infektanfälligkeit, häufiges Wasserlassen, trockene bzw. juckende Haut oder auch vermehrter Durst auf. Daher wird Diabetes Typ 2 häufig im Rahmen von Routineuntersuchungen diagnostiziert. Neben genetischen Veranlagungen ist dein Lebensstil der alles entscheidende Faktor, der eine Entstehung bzw. ein Fortschreiten von Typ 2 Diabetes beeinflusst. Begünstigt wird die Zuckerkrankheit vor allem durch Übergewicht und Bewegungsmangel. Ist die Ernährung von zu viel Zucker und Fett geprägt, steigt dein Körpergewicht an und deine körperliche Fitness wird beeinträchtigt. Daher ist regelmäßiges Training äußerst wichtig für deine Gesundheit.

Der "Gamechanger": Training vs. Abnehmpräparate

Die Behandlung von Diabetes und Adipositas hat sich durch neue Medikamente, sogenannte GLP-Rezeptor-Agonisten (wie Semaglutid oder Tirzepatid), revolutioniert. Diese Präparate imitieren ein Darmhormon, erhöhen die Insulinausschüttung und sorgen für ein starkes Sättingsgefühl.

Warum Medikamente alleine nicht reichen: Aktuelle Studien zeigen, dass bei einer rapiden Gewichtsabnahme durch GLP-1 Präparate ohne begleitendes Training bis zu 40% des Gewichtsverlusts aus wertvoller Muskelmasse bestehen können (Sargeant et al., 2019; Wilding et al., 2021). Dieser Verlust an Muskelmasse (Sarkopenie) ist kritisch, da Muskeln unser wichtigstes Stoffwechselorgan sind. Weniger Muskeln bedeuten einen niedrigeren Grundumsatz - der berüchtigte Jo-Jo-Effekt ist vorprogrammiert, sobald das Medikament abgesetzt wird.

Hier setzt EGYM mit dem Trainingsprogramm Metabolic Fit an: Das Programm wirkt dem Muskelabbau entgegen und sorgt für eine gesunde "Body Recomposition" - Fett wird abgebaut, stoffwechselaktive Musklemasse bleibt erhalten.

Die Physiologie: Warum Kraftausdauer wie Medizin wirkt

Kraftausdauertraining bietet mehrere physiologische Vorteile, die kein Medikament vollständig ersetzen kann.

  1. Es wirkt sich positiv auf den Zuckerstoffwechsel aus und erhöht die Insulinempfindlichkeit der Zellen, sodass der Blutzucker durch das Training akut sinkt. D. h., die verstärkte körperliche Aktivität kann dem gestörten Glukosetransport aus dem Blut in die Muskelzellen entgegenwirken. 
  2. Durch regelmäßiges Training kann die Senkung des Blutzuckerlangzeitwert HbA1c gefördert werden. Kraftausdauertraining hilft, die Muskelaktivität zu erhöhen, die Muskelmasse zu vermehren und überschüssiges Fett abzubauen. Es steigert den Kalorienverbrauch, und durch den Muskelaufbau wird gleichzeitig der Grundumsatz an Energie erhöht.
  3. Daneben kann ein systematisches Kraftausdauertraining u. a. Blutdruck und Cholesterin senken, das Immunsystem stärken, die Schlafqualität verbessern, das Wohlbefinden steigern, den allgemeinen Gesundheitszustand fördern und das Risiko von Folgeerkrankungen wie Gefäßerkrankungen reduzieren.
     

Dein Weg zum Erfolg: Ganzkörper-Kraftausdauertraining an EGYM Smart Strength Geräten

Wie oft, wie intensiv, auf welche Art und mit welchen Geräten du trainierst, hat maßgeblichen Einfluss auf deine Trainingserfolge. Daher haben wir mit Metabolic Fit ein äußerst zielgerichtetes Trainingsprogramm für dich konzipiert. Bei diesem modernen Trainingsansatz werden Ausdauer- und Krafttraining in einem Zirkeltraining optimal miteinander kombiniert.

Ein derart spezielles Training war bislang nur mit erhöhtem Aufwand einer 1:1-Betreuung durch einen Personal Trainer möglich. Das Training mit EGYM hingegen ist vollständig automatisiert, sodass du eigenständig trainieren kannst. Und zwar ganz nach deinen individuellen Anforderungen an die Intensität. Die regelmäßigen und automatischen Maximalkrafttests, als Basis jedes EGYM Trainings, garantieren stets die richtige Belastungsdosierung. Zudem wird durch das gleichmäßige Training mit moderatem Gewicht dein Blutdruck geschont. Auf 18 Trainingseinheiten für Kraftausdauer folgen sechs Muskelaufbaueinheiten für eine gesteigerte Nachhaltigkeit.

Da Überforderung gerade zu Beginn kontraproduktiv ist, nutzt Metabolic Fit eine intelligente Periodisierung. Das bedeutet, dass sich die Trainingsreize systematisch in vier Phasen ändern, um Stagnation zu vermeiden und optimale Anpassungsprozesse zu garantieren.

In den verschiedenen Phasen kommen verschiedene Trainingsmethoden zum Einsatz, es werden verschiedene Trainingsreize gesetzt und die Trainingseffekte dadurch gesteigert.
 

Die vier Phasen im Trainingsprogramm Metabolic Fit

PhaseMethodeWiederholungen% der MaximalkraftDauerIntensitätTempo
Phase 1Classic8/837%52 sek.Niedrigmoderat
Phase 2Classic10/1037%74 sek.Moderatmoderat
Phase 3Classic1837%63 sek.Moderatmoderat
Phase 4Classic2037%70 sek.Hochmoderat


Wissenschaftlich belegtes Trainingsprogramm zur Regulierung des Blutzuckerspiegels

Unser Metabolic Fit Programm basiert auf einer deutschlandweiten Studie, die in Kooperation mit der Universität Leipzig und Partnerstudios von EGYM durchgeführt wurde. Ziel war es, die Effektivität eines digital gestütztes Krafttrainingsprogramm zu messen (dessen Wirksamkeit bisher in experimentalen Studien belegt wurde), wenn es von Typ 2 Diabetiker in normalen Fitness- und Gesundheitseinrichtungen angewendet wird.

Das Hauptziel der Studie war die Senkung des HbA1c Wertes. Der HbA1c Wert spiegelt den Langzeitblutzuckerwert wider und entspricht der Schwere der Erkrankung. Alle Probanden hatten einen Wert gleich oder größer 6.9 (Ø7.6) und sind somit als Diabetiker eingestuft.

Die Ergebnisse sprechen für sich und zeigten einen positiven Einfluss auf alle untersuchten Gesundheitsparameter:

  • Langzeitblutzuckerwert: HbA1c -10% (***) HbA1c-Wert: Senkung um durchschnittlich 10% (signifkante Verbesserung der Blutzuckereinstellung)
  • Funktionelle Tests: Kraft +39% (*), Gehtest +35% (*), Aufstehtest +32% (***)
  • Körpermaße: Körpergewicht -3kg (*), Taillenumfang -5cm (***), Hüftumfang -3cm (*) Körperkomposition: Reduktion des Taillenumfangs um 5 cm und Gewichtsverlust von durchschnittlich 3 kg 
  • Blutdruck: systolisch -3%, diastolisch -6% (*)

Signifikanzlevel p < 0.05 (*) / 0.005 (**) / 0.0005 (***)

Basierend auf den Erkenntnissen unserer Diabetes-Studie haben wir daraufhin das Programm Metabolic Fit entwickelt. Damit bieten wir dir nun ein effektives Trainingsprogramm an, das wissenschaftlich validiert ist. Es hilft nachweislich, die Senkung des Langzeitblutzuckerspiegels zu fördern und den allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern. Weitere Infos zu den Studienergebnissen findest du hier: Das Diabetes Trainingsprogramm von EGYM zeigt positive Ergebnisse.
 

Trainingstipps und Sicherheitshinweise für Diabetiker im Training

Hinsichtlich eines Kraftausdauertrainings solltest du grundsätzlich die beiden folgenden Punkte beachten:

  • Hypoglykämie-Gefahr – Häufig Blutzucker kontrollieren und Unterzucker vermeiden: Bei körperlicher Anstrengung verbrauchen deine Muskeln jede Menge Energie. Das kann zur Folge haben, dass der Blutzuckerspiegel stark sinkt. Wie stark, das ist bei jedem anders. Daher ist es ratsam, den Blutzucker vor, während und nach dem Training zu messen und zu notieren. So lernst du, wie deine Werte reagieren.
  • Notfall-Kohlenhydrate – Schnelle und langsame Kohlenhydrate im Studio parat haben: Während längerer Sporteinheiten empfiehlt sich die Kombination aus schnellen und langsamen Kohlenhydraten, um den Blutzuckerspiegel anzuheben und einigermaßen stabil zu halten. Schnelle Kohlenhydrate sind z.B. Traubenzucker, langsame Kohlenhydrate liefern etwa Müsliriegel. Menschen mit Diabetes, die anfällig für Unterzuckerungen sind, sollten vorsichtshalber immer ein kleines Notfallpaket mit schnell wirkenden Kohlenhydraten zum Training mitnehmen.
  • Kombination mit GLP-1: Wenn du GLP-1-Agonisten nutzt, achte besonders auf ausreichende Proteinzufuhr rund um das Training, um den Muskelaufbau zu unterstützen. Als Pre-Workout Snack empfiehlt sich die letzte Mahlzeit 3-4 Stunden vor dem Training zu essen, da der Magen sich langsamer leert und so Nahrung, die kurz vor dem Training gegessen wird, wie ein Stein im Magen liegen und Übelkeit provozieren kann. Falls sich doch kurz vor dem Training der Hunger einschleicht, ist es sinnvoll auf flüssige Proteine in Form eines Shakes zurückzugreifen. Während des Training soll nicht gegessen werden, da sonst starke Magenkrämpfe riskiert werden. Es ist wichtig auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme während des Workouts zu achten. Nach dem Training ist es sinnvoll Proteine im anabolen Fenster zu konsumieren, um die Regeneration zu fördern. 
Quellen: 
 

Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) & diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. (2024). Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2024: Die Bestandsaufnahme. Kirchheim Verlag. https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/

Robert Koch-Institut (RKI). (2023). Diabetes-Surveillance in Deutschland: Kennzahlen und Atlas. Journal of Health Monitoring. https://diabsurv.rki.de/

Sargeant, J. A., Henson, J., King, J. A., Yates, T., Khunti, K., & Davies, M. J. (2019). A review of the effects of glucagon-like peptide-1 receptor agonists and sodium-glucose cotransporter 2 inhibitors on lean body mass in humans. Endocrinology, Diabetes & Metabolism, 2(3), e00072. https://doi.org/10.1002/edm2.72

Torgerson, J., et al. (2019). Projected prevalence of type 2 diabetes in Germany in 2040. Diese oft zitierte Studie sagte den Anstieg voraus, der sich in den aktuellen 2024/2025er Zahlen der DDG bestätigt hat.

Wilding, J. P. H., Batterham, R. L., Calanna, S., Davies, M., Van Gaal, L. F., Lingvay, I., ... & Kushner, R. F. (2021). Once-weekly semaglutide in adults with overweight or obesity. The New England Journal of Medicine, 384(11), 989–1002. https://doi.org/10.1056/NEJMoa2032183

Bitte wähle deinen Standort und deine Sprache

Can't find your country? Check out our international page for distributors in your area.